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Die Erde

Fangotherapie und Osteoarthrose

Die Osteoarthrose ist die weltweit am meisten verbreitete Gelenkskrankheit. Sie tritt normalerweise im höheren Alter auf und ist eng verbunden mit einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit: Beweglichkeit, körperliche Belastbarkeit, Körperpflege, tägliche Haushaltsaufgaben. Die Symptome verursachen eine objektive Einschränkung der Bewegung und der Selbständigkeit und somit der Lebensqualität. Man kann sie folgendermaßen unterteilen:
-  Schmerzen und Muskelkrämpfe in und um die betroffenen Gelenke, begleitet durch Verkrampfung und Verhärtung der periartikulären Muskelgruppen

* Einschränkung der Bewegung aufgrund von Schmerzen, der schlechten Belastungsverteilung und der Inkongruenz zwischen den Gelenkköpfen.
* Hypotrophie der Muskelgruppen in den vom Arthroseprozess befallenen Gelenken als Folge der Suche nach schmerzlosen Positionen, sowohl in der Ruhestellung als auch in der Bewegung.
* Funktionelle Einschränkung oder Unfähigkeit, die bis zur Blockierung jeglicher Bewegung führen kann, besonders in den Phasen einer akuten Entzündung.

Die Anwendung des Thermalschlamms ist besonders effektiv sowohl bei der Schmerzlinderung als auch bei der Eindämmung der Entzündung: Ein Zyklus der Schlammbadetherapie senkt erheblich die Werte der Substanzen, die für die Entzündung und Degeneration der betroffenen Knorpel verantwortlich sind.

Gegenanzeigen.

Die Fangotherapie darf nicht bei Personen angewendet werden, die unter folgenden Krankheiten leiden: Kompensationsstörung des Herzens, ischämische Kardiopathie,  schwere periphäre und zerebrale Vaskulopathie, Nierenleiden mit Niereninsuffizienz.

Es sollte ebenfalls keine Anwendung des Fangos erfolgen bei: Krampfadern in den unteren Gliedmaßen, besonders wenn sie durch eine Venenentzündung oder ein Geschwür verschlimmert sind, während der Schwangerschaft und in den ersten Tagen des Menstruationsflusses.
Keine Nebenwirkungen gibt es bei der Fangoanwendung beim Vorhandensein von künstlichen Gelenken aus Metall und Platten oder Schrauben in den Knochen.

Fangotherapie und Osteoporose.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Fangobadetherapie die Wiederherstellung des Stoffwechsels im Knochengewebe positiv beeinflusst, indem sie auf einige der dafür verantwortlichen Substanzen einwirkt. Der Knochen ist ein Gewebe, das aus zahlreichen Zelltypen besteht, die durch Resorption, Ablagerung und Mineralisierung das Knochengerüst ständig erneuern. Nach dem vierzigsten Lebensjahr beginnt sich die Knochenmasse durch ein Ungleichgewicht im Prozess zwischen Resorption und Ablagerung zu verringern. Nach der Menopause kann sich dieser Prozess verstärken und so die Entstehung einer Osteoporose verursachen.
Die Anzahl der Behandlungen, um dieser Krankheit wirkungsvoll begegnen zu können, sind 12 Anwendungen in 12 Tagen. Die Dauer der Fangotherapie beträgt jeweils zirka 20 Minuten: Der Fango wird bei einer Temperatur von 39-40 Grad so auf die Gelenke aufgetragen, wie es bei der vorgeschriebenen medizinischen Kurtauglichkeitsuntersuchung zur Thermalkur verordnet wurde. Die Badetherapie dauert 12-15 Minuten bei einer Temperatur von 38-39 Grad, es folgt eine Phase der “Reaktion”, während der Körper entspannt gelassen wird und danach folgt eine Massage um die Durchblutung der Haut wieder anzuregen.
Während des Aufenthalts in den Euganeischen Thermen unterliegt auch die Ernährung einer ständigen Kontrolle, der Patient soll dazu geführt werden, einfache hygienisch-gesundheitliche Vorschriften zu beachten: regelmäßige, nicht zu anstrengende körperliche Aktivität und die Aufnahme von Kalzium über die Nahrung. Die körperliche Aktivität wird täglich in den Thermal-Schwimmbädern durchgeführt und ist aus dem Tagesablauf nicht mehr wegzudenken. Ein Kurzyklus in Abano und Montegrotto wird so zu einer unverzichtbaren Quelle für das körperliche und geistige Wohlbefinden und die Verbesserung der Lebensqualität.